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Zustandserfassung:

In Anlehnung an die E EMI 2003 [FGSV, Empfehlungen für das Erhaltungsmanagement von Innerortsstraßen] ist die Grundvoraussetzung für eine korrekte Anwendung des Erhaltungsmanagements eine aktuelle Straßendatenbank, in der verschiedene Datengruppen wie Ordnungsdaten, Leitdaten, Aufbaudaten, Querschnittsdaten, usw. enthalten sein können. Für nähere Informationen verweisen wir auf die E EMI 2003 (FGSV Verlag - Bestellkatalog).

Um das Erhaltungsmanagement richtig nutzen zu können, bedarf es eines computergestützten Informationssystems.

Vorab muss dafür im Straßennetz der Stadt ein Netzknotensystem erstellt werden, um den Bestand darstellen zu können.

Knotenpunkte werden immer dort angelegt, wo sich Straßenachsen kreuzen, oder Einmündungen vorhanden sind.

Das Netzknotensystem bildet das Ordnungssystem, an das weitere Datensätze mit Inhalten über Zustände und Informationen geknüpft werden können.

Die Strecken zwischen den einzelnen Knotenpunkten werden Segmente genannt, welche wiederum in einzelne Blöcke aufgeteilt sind.

Bei einbahnigen Straßen erfolgt die Erfassung in eine Richtung; bei zweibahnigen Straßen wird jede Fahrbahn voneinander getrennt in eine Fahrtrichtung erfasst.

Dabei ist es wichtig, die Route festzulegen, nach der die Zustandserfassung erfolgte. ( Von Knoten....nach knoten )

Es macht Sinn, vorab zu klären, welches Mindestmaß ein Block besitzen soll, um durch den Vorgang der Erfassung und der späteren Bewertung die Anzahl der Datensätze nicht ausufern zu lassen. Besonders im Bereich von Kreuzungen ist das ein erheblicher Vorteil.

Jede Straße, jedes Segment und jeder Block bekommt eine eindeutige Zuordnung, damit spätere Abfragen und Visualisierungen mit einem GIS System funktionieren.

Für die visuelle Erfassung des Straßenzustands gibt es mehrere Möglichkeiten:

Begehung vor Ort:

Vorteile:

  • Genauste Untersuchung des Straßenzustands
  • Messen von Straßenschäden möglich ( Spurrinnentiefe, Risstiefe und -länge, etc)
  • Erfassung von Geh- und Radwegen, Nebenanlagen
  • Parkende Autos stellen kein Problem dar
  • Freie Wahl der Bildaufnahme für detaillierte Informationen

Nachteile:

  • Erfassung der Straßendaten dauert etwas länger
  • Kein Bildmaterial vom gesamten Straßennetz

Videowagen und Scannerfahrzeug:

Vorteile:

  • Erfassung des Straßennetzes inkl. Bild und Videomaterial
  • Schneller als Begehung

Nachteile:

  • Parkende Autos verhindern eine genaue Aufnahme der Straße, inkl. Bordsteine
  • Keine Tiefenmessung von Straßenschäden möglich
  • Nach Messung keinen Einfluss mehr auf Bildmaterial
  • Geh- und Radwege sind nur selten nutzbar zu erfassen

Perfektion und Zufriedenheit dem Auftraggeber gegenüber hat für die Firma Giftge Consult GmbH höchste Priorität.

Daher werden die Zustandserfassungen durch Begehungen ausgeführt, da sie ein Garant für exakte und einwandfreie Ergebnisse sind.

Selbstverständlich berücksichtigen wir jederzeit die Wünsche unserer Kunden und bieten auch die Alternativen an.

Der finanzielle Aspekt:

Die Begehung scheint auf den ersten Blick die etwas kostenintensivere Methode zu sein, doch kompensiert sie dies mit einer erheblich genaueren Erfassung und besseren Bewertung des Straßennetzes.

Um in dieser Hinsicht gleichwertige Qualität mit dem Videowagen/Scannerfahrzeug zu erbringen, ist eine Nachuntersuchung zu Fuß unumgänglich, welche die Kosten diesbezüglich wieder ausgleicht.

An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass bei einer Begehung die Möglichkeit besteht, weitere Elemente des Straßennetzes zu erfassen und zu bewerten.

So können z.B. Verkehrsschilder, Laternen, Ampeln parallel mit aufgenommen werden.

Bei der Zustandserfassung der Straße lehnt man sich an die relevanten Parameter der E EMI 2003:

· Unebenheiten

- sehr schwach ausgeprägt < 5mm

- schwach ausgeprägt < 10mm

- deutlich ausgeprägt < 20mm

- stark ausgeprägt < 30mm

- sehr stark ausgeprägt ³ 30mm

Beispiel:

· Spurrinnentiefe [mm]

Beispiel:

· Risse [ %-Anteil an der Gesamtfläche]

· Oberflächenschäden [ %-Anteil an der Gesamtfläche]

Beispiel:

· Flickstellen [%-Anteil an der Gesamtfläche ]

Beispiel:

· Sonstiges

Anhand der ermittelten Parameter lässt sich für jeden Block mit Hilfe der Straßenunterhaltungsmatrix eine Zustandsklasse zuordnen.

Eine erweiterte Unterteilung der einzelnen Zustandsklassen ist nach Absprache mit dem jeweiligen Auftraggeber abzuklären.

Aus den Zustandsklassen lassen sich Rangfolgen erkennen. Diese wiederum dienen zur Herstellung von Bewertungszahlen, in denen zum einen die Rangfolge, zum anderen die Verkehrsbedeutung einfließt.

Verkehrsbedeutung

Þ

Beispiel: Zustandsklasse 5.1 = Rangfolge 5

+ Verkehrsstraße ohne Busverkehr

= Bewertungszahl 52

Die Bewertungszahl ist eine große Hilfe für die Ableitung von Maßnahmen in Abhängigkeit von der Zustandsklasse.

Alle einzelnen Daten werden zusammengefasst und können danach sowohl mit Hilfe von Datenbanken abgefragt wie auch mit GIS Systemen visualisiert werden. Entscheidend ist die Dynamik zwischen Datenbank und GIS, damit Änderungen sofort sichtbar werden.

 

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